Plastische und Ästhetische Chirurgie Prof. Dr. P. Graf Rosental 10 80331 München

Patienteninformation
Ohranlegeplastik


Kinder und Erwachsene mit abstehenden Ohren sind sehr häufig Kommentaren und Hänseleien ihrer Umwelt ausgesetzt. Die für alle sichtbare Fehlbildung ist deshalb nicht selten eine seelische Belastung, der jedoch mit einem relativ ein-fachen Eingriff Abhilfe geschaffen werden kann. Abstehende Ohren sind in der Regel durch eine angeborene Verformung des Ohrknorpel bedingt. In einer Operation wird dieser Knorpel neugeformt und angelegt. Grundsätzlich kann eine Ohranlegeplastik in jedem Alter durchgeführt werden, aus eingangs genannten Gründen ist jedoch eine Korrektur im Alter von 6 - 10 Jahren empfehlenswert.

 

Anästhesieform und Klinikaufenthalt
Eine Ohranlegeplastik wird gewöhnlich ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt. Auf Wunsch ist aber natürlich auch eine Vollnarkose möglich.

 

Wie bereite ich mich auf die Operation vor?
Etwa 14 Tage vor der Operation sollten Sie keine Schmerzmittel (z. B. Aspirin) oder andere Medikamente einnehmen, welche die Blutgerinnung verzögern. Auch auf Schlafmittel oder Alkohol sollten Sie weitgehend verzichten. Rechtzeitig vor der Operation sollte von Ihrem Hausarzt eine Bestimmung der Blutwerte erfolgen. Genaueres hierzu wird Ihnen Ihr Plastischer Chirurg beim Aufklärungsgespräch zur Operation mitteilen. Außer einer sorg-fältigen Reinigung der Ohren ist keine spezielle Vorbereitung nötig.

 

Wie verläuft die Operation?
Während der Operation liegt der Patient in Rückenlage. Mit Ausnahme des Gesichtes wird der Kopf- und Halsbereich steril abgedeckt und die örtliche Betäubung hinter dem Ohr und im Ohrläppchen gesetzt. Der Hautschnitt erfolgt hinter dem Ohr. Nach der Korrektur des Ohrknorpels wird dieser mit bleibenden Nähten fest fixiert, um ihn in der richtigen Position zu halten. Nach Verschluss der Hautwunde wird ein Mützenverband zur weiteren Kompression angelegt.

Was passiert nach der Operation?
Nach der Operation kann es zu leichten Schmerzen kommen. Schmerzmittel wie z. B. Paracetamol schaffen hier schnell Abhilfe. Für einen Zeitraum von einer Woche muss der Kompressionsverband getragen werden. Danach ist auch nachts ein weiches Stirnband nötig, um die neuangelegte Ohrmuschel vor einem Abknicken zu schützen.

 

Welche Komplikationen können entstehen?
Komplikationen nach Ohranlegeplastiken sind sehr selten. Wie nach jeder Operation kann es jedoch auch hier zu einer Infektion oder Wundheilungsstörung kommen. Sollten nach der Operation sehr starke Schmerzen auftreten, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf, damit er die Wundverhältnisse kontrollieren und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einleiten kann. Da bei der Korrektur des Ohrknorpels auch Hautnerven durchtrennt werden müssen, kann es zu vorübergehenden Sensibilitätsstörungen, insbesondere beim Kälte-empfinden, kommen. In wenigen Fällen kann diese Störung anhaltend sein. Sollte auf Grund einer Unverträglichkeit das Fadenmaterial abgestoßen oder die den Knorpel fixierende Naht ausreißen, kann das Ohr erneut abstehen. In diesem Fall wäre eine Zweitkorrektur notwendig.

 

Was ist nach dem Eingriff zu beachten?
Für den Zeitraum von einer Woche muss der Kompressionsverband getragen werden. Anschließend sollte für 4 bis 6 Wochen zum Schlafen ein Stirnband angelegt werden. Das Fadenmaterial wird nach einer Woche entfernt, ab dann ist auch die Arbeits- bzw. Schul-

fähigkeit wieder gegeben. Auf sportliche Aktivitäten sollten Sie für 4 - 6 Wochen verzichten. Um die Ohren vor einem Umknicken zu schützen sollte auch danach beim Sport ein Stirnband getragen werden.

Bookmark and Share

Translation

Free Translation

Blogarchiv