Plastische und Ästhetische Chirurgie Prof. Dr. P. Graf Rosental 10 80331 München

Patienteninformation - Faltenbehandlung /
Skinresurfacing mit Laser

 

Nicht alle Faltenbildungen oder Hautveränderungen (wie z. B. Altersflecken oder Aknenarben) müssen operativ beseitigt werden. Die Laserbehandlung stellt eine erfolgreiche Behandlungsart dar, die keine Narben hinterlässt und zu einem deutlich jüngeren Hautbild beiträgt. Zur Laserbehandlung von Hautfalten kann entweder der Kohlendioxid-Laser (CO2-Laser) oder der Erbium-Laser verwendet werden. Mit dem CO2-Laser ist darüber hinaus eine Straffung der tiefer gelegenen Lederhaut möglich. Gegenüber anderen Methoden der Hautoberflächenbehandlung wie z. B. dem Chemical Peeling (Schälbehandlung) oder der Dermabrasion (Abschleif-behandlung) bietet das Laserresurfacing somit Vorteile im Hinblick auf:

Höhere Präzision
-Geringere oder fehlende Blutung
-Geringere postoperative Beschwerden und Risiken.


Welche Voraussetzung für eine Laserbehandlung gibt es?
Grundsätzlich kann Laserbehandlung in jedem Alter durchgeführt werden. Im zu behandelnden Gesichtsbereich darf keine akute Entzündung (z. B. Akne, Lippen-herpes) vorhanden sein. Und während der Schwangerschaft oder Stillzeit sollte eine Laserbehandlung nicht durchgeführt werden.


Welche Ergebnisse können erzielt werden?
Häufig bilden sich Fältchen in bestimmten Regionen des Gesichtes (Mund, Lippen, Lider). Laserresurfacing kann entweder für das ganze Gesicht oder nur für be-stimmte Zonen benützt werden. Verschiedene Aspekte wie Hautfärbung, Hautdicke, Hauttextur haben Einfluss auf das Ergebnis einer Laserbehandlung. Grundsätzlich ist helle Haut besser geeignet als dunkle. Laser-Skinresurfacing kann ihr Aussehen deutlich verbessern, aber nicht alle Falten lassen sich dadurch dauerhaft und komplett entfernen. Gerade Mimikfalten, die durch die natürliche Gesichtsbewe-gungen entstehen ( z. B. Mundwinkelfalten oder Zornesfalten) können und sollen auch nicht komplett entfernt werden. Auch tiefe Aknenarben bedürfen unter Umstän-den einer Wiederholung der Behandlung. ´


Wie verläuft eine Laserbehandlung?
Bei der Laserbehandlung wird die obere Hautschicht mit der Energie des Laser-strahls abgetragen und so eine Neubildung der Hautzellen angeregt. Das Collagen-gewebe wird neu strukturiert und bewirkt dadurch eine Straffung der Haut. Zunächst wird die Haut gereinigt und desinfiziert (bei Männern ist zusätzlich eine gründliche Rasur notwendig), dann setzt der Arzt den Laser gezielt an der Stelle an, die behan-delt werden soll. Der Laser ist mit einem Computer verbunden, der genau definiert wie viel Energie wann notwendig ist. Der Straffungseffekt wird durch eine groß-flächige Anwendung erhöht. Die Laserbehandlung wird meist ambulant durchge-führt mit einer örtlichen Betäubung der Hautregion. Sehr große Flächen können auch in Vollnarkose gelasert werden. Die eigentliche Behandlung ist schmerzfrei. Im Anschluss an die Laserbehandlung kann es jedoch zu Schwellung und gelegentlich zu leichten Schmerzen kommen, Kühlung oder milde Schmerzmittel sind dann hilfreich. Auf die gelaserten Hautbezirke wird ein Verband angelegt oder Vaseline Salbe aufgetragen.

 

Welche Risiken sind zu beachten?
Wenn Sie dunkelhäutig sind oder Ihre Haut stark gebräunt ist, besteht nach Laser-behandlungen das Risiko der Pigmentstörungen. In diesen Fällen ist deshalb sicherheitshalber eine spezielle Vorbehandlung sinnvoll.

 

Welche Komplikationen können entstehen?
Jedes Jahr wird bei Tausenden von Patienten weltweit Skinresurfacing mit Laser erfolgreich durchgeführt. Die Patientenzufriedenheit mit dieser Methode ist in der Regel sehr hoch. Die neue Haut ist nach einer Laserbehandlung sehr empfindlich und besonders für Infektionen empfänglich. Um Hautinfekte zu vermeiden, sollte mit einem Antibiotikum und Virostatikum in Form von Tabletten vorgebeugt werden. Genaueres hierzu wird der Operateur bei der Operationsplanung mit Ihnen besprechen. Nach Laserbehandlungen kann es zu Pigmentstörungen, wie z. B. einer dunkleren Färbung der gelaserten Hautpartie kommen. Derartige Störungen treten v. a. dann auf, wenn in der ersten Zeit nach der Operation Sonneneinstrahlung nicht vermieden wurde. Solche Dunkelverfärbungen sind stets vorübergehende Pigmentstörungen, die mit Salben gut behandelt werden können.

 

Was passiert nach der Behandlung?
Nach der Laserbehandlung wird die Haut zunächst stark gerötet sein und nässen. Es bildet sich eine Schorfschicht, die nach einiger Zeit abfällt. Nach ca. 5-7 Tagen ist dieser Heilungsvorgang abgeschlossen. Die neugebildete junge Haut kommt zum Vorschein, die zunächst noch sehr empfindlich und noch gerötet ist. Innerhalb der nächsten 3 Monate sollten Sie sich deshalb keiner direkten Sonneneinstrahlung aussetzen und stets eine Sonnencreme auftragen, um die junge Haut zu schützen. Mit einem speziellen Make up können Sie die leicht gerötete Haut gut abdecken. Nach ca. 1 - 2 Wochen kann gewöhnlich das normale Alltagsleben wieder aufgenommen werden.

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