Plastische und Ästhetische Chirurgie Prof. Dr. P. Graf Rosental 10 80331 München

Patienteninformation
Faltenbehandlung A


Die Unterspritzung und Unterfütterung von Falten mit Füllmaterialien ist wahrscheinlich die am häufigsten durchgeführte ästhetisch-chirurgische Maßnahme. Mittlerweile werden derartige Behandlungen nicht nur von Medizinern, welche nicht in ästhetischer Chirurgie ausgebildet wurden sondern sogar von Kosmetikerinnen ausgeführt. Vorsicht ist hier dringend angeraten, da auch diese Maßnahmen nicht völlig risikofrei sind!

Es gibt heute eine große Anzahl unterschiedlichster Füllmaterialien am Markt. Da in kürzesten Abständen neue Produkte erscheinen, kann im folgenden nur exemplarisch auf einige der wichtigsten Stoffgruppen eingegangen werden.

 

Füllmaterialien (Konsistenz)
fest:
Silikon
PTFE


"flüssig":
Hyaluronsäure

Kollagen

Gelatine
PMMA (Plexiglas)
Autologes Fett


Die zur Verfügung stehenden Füllmaterialien zur Faltenunterspritzung oder Faltenunterfütterung lassen sich nach verschiedenen Kriterien wie z.B. ihrer Konsistenz unterscheiden.


Feste Materialien zur Unterfütterung von Falten bzw. zur Konturveränderung sind Silikon und PTFE. Die wichtigsten, injizierbaren, „flüssigen" bzw. gelartige Substanzen sind: Kollagen, Hyaluronsäure, PMMA-Mikrosphären und autologes Fett.

Hinsichtlich ihrer Zusammensetzung lassen sich diese Füllmaterialien in Kunststoffe und organische Substanzen unterscheiden. Die organischen Substanzen sind entweder tierischen Ursprunges oder werden biologisch hergestellt. Daraus ergeben sich theoretische Risiken wie Allergie bzw. Übertragungsmöglichkeit von Krankheiten.

 

Füllmaterialien (Zusammensetzung)
Kunststoff:
Silikon
PTFE
PMMA

 

Organisch:
Hyaluronsäure
Kollagen
Gelatine
Autologes Fett

 

 

 

 

Faltenbehandlung B

 

Aufgrund von Beschränkungen durch das Heilmittelwerbegesetz ist es nicht gestattet in einer allgemein zugängigen Patienteninformationsschrift verschreibungspflichtige Arzneimittel namentlich zu nennen und diese detailliert zu besprechen. Aus diesem Grund dürfen an dieser Stelle leider nur sehr beschränkte Informationen über medikamentöse Faltenbehandlungen abgegeben werden.

Falten entstehen in vielen Fällen aufgrund einer vermehrten Aktivität bestimmter Gesichtsmuskeln.
Grundsätzlich besteht neben der Behandlung von Falten durch Auffüllung mit verschiedenen Substanzen (siehe Faltenbehandlung A) auch die Möglichkeit, diese zugrundeliegende Muskelüberaktivität zu behandeln.

Die dabei verwendeten Medikamente führen zu einer gezielten und vorübergehenden Schwächung der überaktiven Muskelanteile. Das Erscheinungsbild lokaler Gesichtsfalten kann damit ohne eine Operation gebessert werden.

Die Wirkungsdauer dieser medikamentösen Muskelschwächung ist zeitlich beschränkt und hält etwa 3-6 Monate an. Deshalb werden Wiederholungsinjektionen in 3-4monatigen Abständen im ersten Jahr empfohlen.
Später können die Behandlungsintervalle je nach Bedarf verlängert werden.

Darüber hinaus lässt sich u.U. eine krankhaft vermehrte Schwitzneigung im
Achsel- oder Handflächenbereich durch diese Medikamente ohne Operation
behandeln.

Selbstverständlich ist vor der Anwendung stets eine individuelle, sorgfältige Beratung durch einen erfahrenen Arzt erforderlich.

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