Plastische und Ästhetische Chirurgie Prof. Dr. P. Graf Rosental 10 80331 München

Patienteninformation
Brustverkleinerung

 

Übergroße Brüste sind oft eine Beeinträchtigung in psychischer wie auch in körperlicher Hinsicht. Regelmäßig treten Schmerzen in der Brust, Nacken und am Rücken auf. Haltungsschäden können sich entwickeln. Mit einer Brustverkleinerung können diese Probleme erfolgreich behandelt werden. Diese Operation kann in jedem Alter durchgeführt werden. Als wichtige Voraussetzung gilt jedoch, dass Ihr Körperwachstum abgeschlossen und Ihre Brüste voll entwickelt sind.

 

Was passiert bei einer Brustverkleinerung?
Im Rahmen der Operation wird überflüssiges Haut-, Fett- und Brustdrüsengewebe entfernt. Mit den verbleibenden Gewebeanteilen formt der Chirurg eine neue Brust. Brustwarzen und Brustwarzenvorhöfe werden meist zusammen mit Nerven und Blutgefäßen versetzt. Dadurch ist gewährleistet, dass normalerweise nach dem Eingriff die Sensibilität und eventuell sogar die Fähigkeit zum Stillen erhalten bleibt.

 

Anästhesie und Klinikaufenthalt
In der Regel ist eine Vollnarkose und ein stationärer Krankenhausaufenthalt erforderlich, der zwischen 1 bis 3 Tage beträgt. Die notwendigen Vorunter-
suchungen werden durch Ihren Hausarzt ein bis zwei Wochen vor der Operation durchgeführt.

 

Wie bereite ich mich auf die Operation vor?
Etwa 14 Tage vor der Operation sollten Sie keine Schmerzmittel (z. B. Aspirin) oder andere Medikamente einnehmen, welche die Blutgerinnung verzögern. Auch Schlafmittel oder Alkohol sollten Sie weitgehend vermeiden. Mindestens 4 Wochen vor dem Eingriff sollten Sie als Raucherin auf jeglichen Nikotingenuss verzichten.

 

Wie verläuft die Operation?
Die Schnittführung kann von Fall zu Fall variieren. Normalerweise verläuft diese rund um den Warzenhof und von hier zur unteren Brustumschlagsfalte. In einigen Fällen ist ein weiterer Schnitt entlang der natürlichen Brustumschlagfalte erforderlich. Bei der Operation wird nach dem Entfernen überflüssigen Gewebes der verbliebene Drüsenkörper neu geformt und nach oben verlagert. Bei der Neuformung Ihrer Brust wird auch die Brustwarze in die neue Position gebracht.

 

Was passiert nach der Operation?
Nach der Operation werden Sie leichte Schmerzen empfinden. Auch Schwellungen oder Blutergüsse sind möglich, die sich jedoch von alleine wieder zurückbilden. Durch die Versetzung der Brustwarze kann es zu Empfindungsstörungen in diesem Bereich kommen. Nach einigen Wochen oder Monaten wird sich dies normalisieren.

 

Welche Komplikationen können entstehen?
Wie bei jeder Operation, kann es zu Wundheilungsstörungen und Infektionen kommen, daraus resultierende breite Narben können gegebenenfalls nachbehandelt werden. Auch ein Sensibilitätsverlust an der Brustwarze kann nicht ausgeschlossen werden. Sehr selten sind Durchblutungsstörungen, die eine Abstoßung von Gewebe zur Folge haben. In diesem Fall müssten Defekte mit körpereigenem Hautmaterial gedeckt werden.

 

Welche Nachbehandlung ist erforderlich?
Die Hautfäden werden nach etwa 2 Wochen entfernt. Duschen ist nach 1 Woche wieder möglich. Auf sportliche Aktivitäten sollten Sie für 4 Wochen verzichten, ebenso auf jede Überbeanspruchung in der Arbeit und im Haushalt. Nach der Operation sollten Sie einen Sport-BH für eine Woche Tag und Nacht tragen, danach nur tagsüber für weitere 3 Wochen. Das Spannungsgefühl im Bereich der Brust ist normal und besteht ca. 1 Woche.

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