Patienteninformation Brustvergrößerung, Brustimplantate
Wann kommt eine Brustvergrößerung in Frage?
Anästhesie bei Brustvergrößerung
Was ist nach der Brustaugmentation zu beachten?
Grundsätzliches über Brustvergrößerung
In welchen Fällen kommt eine Brustvergrößerung in Frage?
Grundsätzlich ist eine Brustaugmentation indiziert um die ästhetische Körperkontur der Patientin zu verbessern. Häufig führt eine Augmentation der Brust in diesen Fällen langfristig zu einer Verbesserung des Selbstwertgefühles der Frau und damit zu einer Erhöhung der individuellen Lebenszufriedenheit und des Wohlbefindens. Eine Brustvergrößerung kann bei unterschiedlichen Ausgangsbefunden durchgeführt werden:
- - Bei anlagebedingter zu kleiner Brust
- - Bei kleiner Brust nach Schwangerschaft (hängender Brust)
- - Bei unterschiedlich großen Brüsten (Asymmetrie)
Selbstverständlich müssen eine ganze Reihe weiterer, wichtiger Aspekte berücksichtigt werden (z. B. Allgemeinzustand des Patienten, Alter, Nikotinkonsum, Blutgerinnung, Elastizität der Haut, individuelle Wünsche u. v. a.). Die Patienten sollten gesund sein und sich vorher genau über die Methode der Brustvergrößerung informiert haben. Deshalb ist klar, dass immer eine individuelle Beratung in meiner Praxis nötig ist.
Vorbereitungen vor einer Brustaugmentation
Eine der wichtigsten Entscheidungen für die Patientin vor der Brustvergrößerung ist zunächst sicher die Wahl des behandelnden Arztes. Diese Wahl ist zu allererst Vertrauenssache. Die Patientin sollte im Rahmen eines unverbindlichen Vorgespräches alle interessierenden Fragen diskutieren und sich somit ein eigenes Bild machen können. Selbstverständlich sollte der behandelnde Chirurg adäquat ausgebildet sein und auf dem Gebiet der ästhetischen Brustchirurgie eingehende Erfahrung vorweisen können. Grundsätzlich kann allen Patientinnen empfohlen werden, sich an einen Facharzt für Plastische Chirurgie zu wenden, da nur dieser obligatorisch im Rahmen seiner Ausbildung die Technik der Brustvergrößerung erlernt.
Im Rahmen eines ausführlichen Gespräches und einer Untersuchung der Brust werden zunächst die Voraussetzungen für eine Brustaugmentation abgeklärt. Um ein, für die Patientin optimales Ergebnis zu erzielen ist eine sorgfältige Planung z. B. der Brustgröße, Narbenführung etc. nötig. Bei Patientinnen die über 35 Jahre alt sind ist grundsätzlich vor der Operation die Durchführung einer Mammografie empfehlenswert.
Alle Patientinnen erhalten ferner von mir Informationen über den konkreten Ablauf der Behandlung (z. B. Zeitpunkt der stationären Aufnahme, Dauer des stationären Aufenthaltes, Voruntersuchung durch Narkosearzt etc.).
Schnittführung bei der Brustvergrößerung
Selbstverständlich werden alle Bemühungen unternommen um die späteren Narben so klein wie nur möglich zu halten und so unauffällig wie nur möglich zu plazieren. Es ist auf jeder Seite ein etwa 4-5 cm langer Hautschnitt zur Brustvergrößerung notwendig.
Die Brustvergrößerungsoperation kann mit verschiedenen Schnittführungen erfolgen:
- - Schnitt in der Achselhöhle
- - Schnitt in der Brustumschlagfalte
- - Schnitt am Rand des Brustwarzenvorhofes oder im Brustwarzenvorhof
Jede Schnittführung zur Brustvergrößerung hat bestimmte Vor- und Nachteile über die der Chirurg detailliert informieren sollte. Selbstverständlich sind bei der Wahl der Schnittführung die speziellen Wünsche der Patientin von entscheidender Bedeutung.
Implantatlage bei der Brustaugmentation
Das Implantat, welches zur Brustvergrößerung Verwendung findet, kann entweder unter die Brustdrüse oder unter den Brustmuskel gelegt werden. Auch hier hat jedes Verfahren wieder seine Vor- und Nachteile. Abhängig von der Anatomie der Brust, der gewünschten Brustgröße und anderer Faktoren wird der Chirurg individuell ein optimales Verfahren zur Brustvergrößerung empfehlen.
Anästhesie bei der Brustvergrößerung
Zur Augmentation verwendete Implantate
Es steht heute ein großes Spektrum unterschiedlicher Brustimplantate (unterschiedliche Größe, Form, Oberflächenstruktur etc.) zu Verfügung. Alle diese Implantate haben eine Hülle aus festem Silikon.
Als Füllmaterialien dieser Implantathüllen finden meist folgende Stoffe Anwendung:
- - Silikongel
- - Salzwasserlösung
Die Brustimplantat-Wahl sollte sehr sorgfältig getroffen und mit dem behandelndem Arzt diskutiert werden. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass es keinen gesicherten Hinweis darauf gibt, dass Brustimplantate (insbesondere Silikongelimplantate) Brustkrebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder rheumaähnliche Erkrankungen in irgendeiner Weise verursachen oder begünstigen könnten.
Welche Risiken gibt es bei der Brustvergrößerung?
Kapselfibrose, Verlagerung oder Verformung des Implantates
Blutergüsse, Infektionen, Wundheilungsstörungen nach Brustvergrößerungen
Entleerung des Implantates, Ruptur
Gefühlsstörungen nach Brust-Augmentation
Brustimplantate und Krebs
Was ist nach der Brustaugmentation zu beachten?
Nach einer Brustvergrößerung wird die Patientin für einige Tage ein Spannungsgefühl im Bereich der vergrößerten Brust verspüren. Gegebenenfalls können leichte Schmerzmittel eingenommen werden. Dieses Spannungsgefühl läßt erfahrungsgemäß innerhalb weniger Tage nach. Zur Stabilisation des postoperativen Ergebnisses sollte in der ersten Zeit nach der Brustvergrößerung ein BH getragen werden. Dieser dient auch als milder Druckverband der augmentierten Brust. Wir empfehlen hierfür stabile tragfähige BH´s ohne Bügel, da insbesondere die BH-Bügel Druckschmerzen bereiten können.
Am Entlassungstag werden Termine für die ambulante Kontrolluntersuchungen vereinbart. Nach etwa 3-5 Tagen, wenn die Hautwunden geschlossen sind, darf die Patientin dann wieder, mit noch liegenden Fäden, duschen. Die Fäden werden nach ca. 10-14 Tagen in meiner Praxis entfernt. Nach der Operation sollte sich die Patientin kurzfristig schonen. Je nach körperlicher Beanspruchung kann aber in vielen Fällen bereits nach einigen Tagen die berufliche Tätigkeit nach Brustaugmentation wieder aufgenommen werden. Intensivere sportliche Betätigungen sollten für etwa 3-4 Wochen vermieden werden.
Ist zu einem späteren Zeitpunkt eine Untersuchung im Brustbereich notwendig (z. B. Röntgen der Lunge, Mammografie, MRT), so sollte der Arzt vorher darüber informiert werden, dass eine Brustvergrößerung durchgeführt wurde. Eine Mammografie muss in diesen Fällen mit speziellen Aufnahmetechniken erfolgen. Von US-amerikanischen Behörden wird die regelmäßige kernspintomografische Kontrolle nach Brustvergrößerung empfohlen.
Schließlich empfehlen wir allen Patientinnen mit einer Brustvergrößerung, bei denen zu einem späteren Zeitpunkt ein chirurgischer Eingriff notwendig werden sollte, sicherheitshalber eine prophylaktische Antibiotika-Behandlung. Nach dem Ziehen der Fäden wird im Normalfall die Behandlung abgeschlossen. Später sind Kontrolluntersuchungen nach Brustvergrößerungen in festgelegten Abständen bei mir empfehlenswert. Auch darüber hinaus stehe ich Ihnen für Fragen oder bei Problemen jederzeit zur Verfügung stehen.
Weitere Informationen:
Brustvergrößerung mit eigenem Fettgewebe
Was kostet eine Brustvergrößerung?