Brust beim Mann, Patienteninformation
Eine Vergrößerung Brust beim Mann (Gynäkomastie) ist meistens anlagebedingt und tritt häufig erstmalig im Rahmen der Pubertät auf. In selteneren Fällen kann es nach der Einnahme von bestimmten Medikamenten (z. B. Hormone im Zusammenhang mit der Therapie eines Prostatacarcinomes) oder im Zusammenhang mit bestimmten Tumoren zum Brust-wachstum beim Mann kommen.
Gynäkomastie hat eine signifikante, negative Auswirkung auf das psychosoziale Wohlbefinden, betroffener junger Männer. Insbesondere im Hinblick auf Sozialverhalten, mentale Gesundheit und Selbstwertgefühl.
Gynäkomastie - Behandlungsindikation
Die Indikation zur Gynäkomastie-OP ergibt sich aufgrund der psychischen Belastung bzw. des ästhetisch störenden Körperbildes des Patienten.
Brust beim Mann - Anästhesie
Die Operation einer vergrößerten Männer-Brust kann meist in örtlicher Betäubung (Tumeszenzanästhesie) oder auf Wunsch in Vollnarkose erfolgen.
Brust beim Mann - Operationsmethoden
Bei weichem Brustgewebe (Fett) ermöglicht die Gynäkomastie Behandlung durch eine Liposuction ein weitgehend narbenfreies und ästhetisch ansprechenden Ergebnis.
Bei sehr festem Drüsenkörper (häufig beim schlanken, jugendlichen Patienten) muss die Brust beim Mann mit einem Schnitt entfernt werden.
Die Schnittführung verläuft dann in der Regel am Rand des Brustwarzenvorhofes von 3 Uhr bis 9 Uhr, wenn man sich den Brustwarzenvorhof als Zifferblatt vorstellt. Also am Rand zwischen brauner und weißer Haut.
Nur in seltenen Fällen sind größere Schnitte zur Entfernung schlaffer Hautanteile der Brust erforderlich.
Gynäkomastie - Risiken
An Risiken sind wie bei jeder Operation Blutergüsse oder Wundheilungsstörungen zu erwähnen.
Häufig wird bei größeren Resektionen eine Drainage für 1-2 Tage in die Wunde eingelegt. Ferner können Dellenbildungen (z. B. im Bereich des Brustwarzenvorhofes) bzw. in seltenen Fällen Gefühlsstörungen im Bereich der Brustwarze auftreten.