Fr

14

Mai

2010

Schnupfen von Betäubungsmitteln könnte in Zukunft die Nadel beim Zahnarzt ersetzen

Die folgende Arbeit habe ich heute in der Onlineausgabe der Zeitschrift Molecular Pharmaceutics gelesen:

Trigeminal Pathways Deliver a Low Molecular Weight Drug from the Nose to the Brain and Orofacial Structures

von Neil J. Johnson, Leah R. Hanson und William H. Frey

HealthPartners Research Foundation,

Alzheimer’s Research Center at Regions Hospital,

Saint Paul, Minnesota 55101

 

Obwohl sie direkt betrachtet wenig mit Plastischer Chirurgie zu tun hat, fand ich sie doch recht interessant.

Kurz gesagt, konnten die Forscher zeigen, dass Medikamente wie z. B. lokale Betäubungsmittel die auf die Nasenschleimhaut aufgebracht werden innerhalb weniger Minuten ins Gehirn und vor allem in relativ hoher Konzentration auch in die Gesichtsnerven transportiert werden.

Das heißt, die lokale Verabreichung von örtlichem Betäubungsmittel (Lidocain) in die Nase etwa durch Schnupfen des Medikamentes, könnte eine effektive Technik zur Betäubung von Gesichtsnerven darstellen.

 

Wir werden sehen:

Vielleicht werden wir in 5 Jahren beim Zahnarzt vor dem Bohren als erstes Betäubungsmittel zu schnupfen bekommen.


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